Wie geht es weiter? Schwierige Lage auf der onkologischen Kinderstation des Mutterhauses Trier

Sehr geehrte Bundestags- und Landtagsabgeordnete,
sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin,
sehr geehrte Frau Staatsministerin,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,

seit fast 30 Jahren besteht der Förderverein krebskranker Kinder Trier. In dieser Zeit war es uns möglich, unzähligen betroffenen Familien sowohl finanziell als auch durch eine Vielzahl von Projekten bei der Bewältigung ihrer schlimmen Erkrankung zu helfen. ( s. Homepage Förderverein krebskranker Kinder ) Diese Hilfe wurde durch die bestehende onkologische Station des Mutterhauses Trier erleichtert und durch den guten, direkten und persönlichen Kontakt zu Ärzten und Pflegepersonal konnten wir schnell und unbürokratisch vielen betroffenen Familien einen Teil ihrer Sorgen und Nöte abnehmen und auch die Kinderkrebsstation wurde ausstattungsmäßig durch unsere Spenden über viele Jahre bestens ausgestattet.
Nun stellen wir mit Entsetzen fest, dass das Mutterhaus keine onkologischen Neuerkrankungen mehr aufnimmt und dies seit bereits seit längerer Zeit, ohne uns als Verein darüber offiziell zu informieren.
Die jungen Patienten werden nach Homburg oder in andere onkologische Kinderzentren verwiesen. Ausschlaggebend für diese traurige Situation ist sicherlich die Tatsache, dass mehrere Krankenschwestern und leitende Ärzte in den letzten Wochen auf Grund struktureller und hausinterner Vorkommnisse ihre Arbeitsverträge gekündigt haben bzw. keine Neueinstellungen wegen fehlender Bewerber vorgenommen wurden, so dass eine adäquate medizinische Betreuung von Neuerkrankungen nicht mehr möglich ist!
Es ist für uns unverständlich und so nicht hinnehmbar, mit welchen großen Schwierigkeiten für krebskranke Kinder und ihren Familien diese Situation auf der onkologischen Station des Mutterhauses verbunden ist!
Seinerzeit wurde die Station durch Prof. Rauh mit aufgebaut und schnell stand fest, dass hier in unserer Region ein großer Bedarf an onkologischer Betreuung bestand und besteht. Wir sind der Auffassung, dass das Mutterhaus diesen Versorgungsauftrag mit der nötigen finanziellen und personellen Unterstützung, auch seitens des Landes Rheinland-Pfalz und der Region, zu erfüllen hat!
Als Förderverein krebskranker Kinder Trier sehen wir es mit unseren fast 500 Mitgliedern als unsere Pflicht an, weiterhin für den kompletten Erhalt der onkologischen Kinderstation des Mutterhauses zu kämpfen!
Wir werden weiterhin für unsere „Schützlinge“ und ihre Familien ein zuverlässiger Ansprechpartner bleiben und alle mögliche Unterstützung leisten.
Wir bitten Sie im Interesse der gesamten Region dafür zu sorgen, dass die onkologische Kinderstation des Mutterhauses wieder voll funktionsfähig arbeiten kann und weiterhin onkologische Neuerkrankungen aufnehmen und behandeln kann: Dies betrachten wir als eine Bitte, aber auch als einen Auftrag, den Sie als gewählte politische Vertreter gegenüber Ihren Wählern zu erfüllen haben, besonders aber im Interesse der krebskranken Kinder und ihren Familien.

Wir unterstützen Sie gerne dabei!

Mit freundlichen Grüßen
Eugen Schuh


Vorsitzender

Förderverein krebskranker Kinder Trier e.V.
Matthiasstr. 55 – 54290 Trier
Telefon 0651 36104
Mail: foerderverein-trier@arcor.de